Die Wandtexte

 

Die Erweiterung der Handschriften vom Papier zur Wand, in Form eines Slogans, mag zuerst überraschen, aber so wird das  Publikum in den Prozess der Arbeit einbezogen. Der Satz "Der wahre Freund der Kunst ist die Freiheit" bezieht sich auf einen 200 Jahre alten Text von Schiller in dem er den ästhetischen  Staat  vorschlägt. Schillers Text wurde in einer Zeit geschrieben in der die französische Revolution sich anschickte auf Deutschland überzugreifen und die Aristokratie versuchte ihren Status quo zu sichern.

Das Publikum ist eingeladen den Slogan während der Ausstellung von der Wand zu kratzen.  Der daraus resultierende Farbabrieb und Staub werden täglich in kleinen Schmuckgefäßen gesammelt die in dafür hergestellten Acrylboxen an der Wand präsentiert werden.  So ist die Zeit der Ausstellung auch Teil des Prozesses, der mit dem Ende der Ausstellung abgeschlossen ist. Die Schrift verschwindet von der Wand, die inhaltliche Essenz bleibt als Staub in den Gefäßen die als Arbeiten fortbestehen.



The Murals

 

The extension of the writings on paper to the text on the wall in the shape of a slogan may be surprisingly  at first, but I wanted to incorporate the audience in the process of my work. The slogan "The true friend of art is freedom" refers to a 200 year old text by Schiller, in which he demands the aesthetic state. Schiller´s text was written in the days when the french revolution was preparing to spread over Germany and the monarchy tried to secure their status quo.

I like to invite the audience to participate and to scratch the slogan of the wall, during the exhibition. The resulting abrasion and dust is collected daily in jewelry vessels which are placed on the walls of the gallery in. Thus the time of the exhibition is part of the creation process, which is completed by the end of the exhibition. The writing disappears from the wall, the contents essence remains as dust in the vessels.